Diana Gabaldon: Ferne Ufer (Outlander-Reihe Teil 3)

Ferne Ufer Gabaldon Buchlingreport

Ich bin immer noch nach und nach dabei, die ganzen Outlander-Bücher nachzuholen. Warum ich diese so unheimlich süchtig machende Reihe erst so spät entdeckt habe, ist mir immer noch ein Rätsel. Denn auch Band 3 konnte ich einfach gar nicht mehr aus der Hand legen und habe mich jeden Tag gefreut, nach Hause zu kommen und endlich weiterlesen zu können.

Nachdem Claire ja zum Ende von Band 2 und zur Schlacht um Culloden wieder durch den Steinkreis in ihre Zeit zurückgereist ist, geht es zu Beginn des Buches natürlich lange darum, was in den Jahren nach der Trennung passiert ist. Wir wissen ja aus dem zweiten Band schon, dass Claire mit Brianna nach Schottland zurückgekehrt ist. Aber jetzt erfahren wir auch, wie ihr Leben mit Frank ablief und bekommen nach und nach immer mehr Details ihrer schwierigen Beziehung berichtet. All die Jahre denkt sie, dass Jamie in Culloden gefallen ist. Deshalb versucht Claire sich in ihrem neuen-alten Leben wieder zurecht zu finden, wird Ärztin und versucht ihre Mutterpflichten zu erfüllen. Denn schließlich ist das Kind ihre einzige bleibende Verbindung zu Jamie. 20 Jahre lang ging das gut – bis Frank stirbt, Claire und Brianna nach Schottland reisen – und schließlich nach einigem forschen herausfinden, dass Jamie die Schlacht doch überlebt hat! Schnell wird für sie klar: sie muss wieder durch den Steinkreis reisen – aber dafür ihre Tochter zurücklassen!

Auch über Jamie wird viel berichtet. Er musste in den 20 Jahren ebenfalls eine Menge durchmachen, wurde im Krieg schwer verletzt, musste als Outlaw leben und sich verstecken und wurde viele Jahre ins Gefängnis gesteckt. Dabei versucht er natürlich – wie immer – das beste für seine Familie und seine Landsleute herauszuholen und sie zu beschützen.

Wenige Seiten und man ist schon wieder total in den Bann gezogen von Claire und Jamies Abenteuern. Mir war zwar der Teil mit den Nachforschungen irgendwann etwas lang, da er bestimmt über ein Drittel des Buches einnimmt und man doch so sehr mitfiebert, wann die beiden denn nun endlich aufeinander treffen. Auch das erste Zusammentreffen fand ich etwas holprig… Irgendwie hatte ich mir das etwas spektakulärer vorgestellt. Aber davon abgesehen, konnte ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern, um die neuen Abenteuer der beiden zu Verfolgen. Und davon gibt es wirklich reichlich! Denn schon kurz nachdem die beiden sich endlich wieder in den Armen halten, stolpern sie von einer komplizierten Situation in die nächste – sodass ihre Reise die beiden sogar bis nach Westindien in die Karibik führt!

Irgendwie schön zu sehen war, dass in diesem Band nicht nur die oft störrische und impulsive Claire diejenige ist, die „bestraft“ werden muss (wir erinnern uns sicher alle an diese Stelle im ersten Band). Nein, auch der absolute Held Jamie hat hier endlich mal seine dunklen Seiten, verschweigt Claire einiges, lügt sie an, sodass es zu zahlreichen Konflikten kommt. Zu viel will ich hier gar nicht verraten, um nicht die Überraschungsmomente anderer kaputt zu machen.

Klar, ist die Outlander-Reihe etwas seichte Kost. Aber trotzdem lese ich die Bücher unheimlich gerne, kann mich total darin verlieren. Die Geschichten sind echte Schmöker die einfach Spaß machen und einen gut unterhalten. Außerdem sind sie noch gut recherchiert und auch sprachlich angenehm zu lesen. Genau die richtige Lektüre für einen entspannten Nachmittag in der Sonne auf dem Balkon oder im Urlaub.

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