Colm Tobín: Portrait des Meisters in mittleren Jahren

Im Mittelpunkt von Colm Tobíns Roman stehen einige Jahre im Leben von Henry James. Als er längst als Schriftsteller etabliert ist, aber innerlich feststeckt. Er reist, arbeitet, zweifelt. Er beobachtet andere Menschen sehr genau, bleibt selbst aber auf Distanz. Beziehungen bleiben angedeutet, Gefühle unausgesprochen. Vieles geschieht zwischen den Zeilen. Gerade …

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Amos Oz: Blackbox

Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, niemandem in diesem Buch trauen zu können. Jeder Brief, jede Notiz wirkt wie ein gezielt gesetztes Schlaglicht, nie wie ein ehrliches Bekenntnis. Blackbox erzählt seine Geschichte ausschließlich über Schriftstücke, und genau darin liegt seine größte Stärke – und sein Unbehagen. Man liest …

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Banana Yoshimoto: Amrita

Banana Yoshimoto gehört zu den Autorinnen, zu denen ich immer wieder zurückkehre. Ihre Bücher sind wie stille Räume, in denen man sich sammeln kann. Amrita ist eines ihrer komplexeren Werke – nicht ganz so leicht zugänglich wie Kitchen oder Tsugumi, aber dafür umso vielschichtiger. Es ist ein Roman über Verlust, …

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