Diana Gabaldon: Feuer und Stein (Outlander-Reihe Teil 1)

Gabaldon Feuer und Stein Buchlingreport

Oh mein Gott! Wie konnte ich dieses Buch jetzt erst lesen? Seit Jahren liegt es zu Hause im Regal. Eingestaubt. Ungelesen. Ignoriert. Und das, obwohl meine Kollegin mich schon ewig versucht hat zu überzeugen, es endlich zu lesen und total davon schwärmt. In meinem letzten Urlaub hatte ich das 1000 Seite starke Buch von Diana Gabaldon nun endlich im Gepäck dabei. Ich wollte am Strand etwas seichtes lesen, das entspannt und nicht zu hochtrabend ist. Genau das habe ich bekommen! Und mich gleich in die Geschichte verliebt!!

Zugegeben, der Plot klingt etwas kitschig, wenn man ihn runter bricht: Frau reist durch Zufall durch die Zeit und landet in Schottland im 18 Jahrhundert – und verliebt sich dort natürlich in einen starken, männlichen Highlander. 😉 Klingt wie ein Groschenroman? Ja, vielleicht ein bisschen. Vielleicht auch etwas mehr 😉 Klassische Highlander-Schmonzette. Trotzdem hat mich die Geschichte total gefesselt. Und nicht nur mich, denn die Reihe von Diana Gabaldon um die beiden Hauptfiguren Claire und Jamie wurde bereits in den 90igern das erste Mal veröffentlicht, hat inzwischen acht Bände und wird unter dem Titel Outlander auch als Serie verfilmt.

Was das Besondere daran ist? Ich kann es gar nicht sagen… Die ersten Seiten konnten mich auch noch nicht wirklich packen. Die Jetzt-Zeit, in der die Heldin Claire mit ihrem Mann Frank in den Flitterwochen in Schottland rumreist und er sich irgendwie mehr für die geheimnisvolle Geschichte seiner Vorfahren begeistert als für seine Frau, fand ich zuerst noch etwas zäh. Spannend wird es erst dann, als Claire durch einen magischen Steinkreis in die Vergangenheit reist. Erst denkt sie noch, sie ist zwischen den Protagonisten eines Filmdrehs gelandet. Aber dann dämmert ihr endlich, dass dies wirklich Highlander sind, die sie quasi entführt haben, die einen Krieg gegen die Engländer führen, deren fieser und gemeiner Hauptmann natürlich ausgerechnet der Vorfahre von Claires Ehemann Frank ist. Gegenstück dazu ist Jamie! Der gutaussehende Schotte rettet Claire das Leben – aber auch sie, als ausgebildete Krankenschwester, verarztet oft genug seine Wunden. Bis die Clanmitglieder die beiden schließlich dazu zwingen zu heiraten und die Liebesgeschichte nach und nach ihren Lauf nimmt – und Claire sich irgendwann vor der Frage sieht, ob sie zu ihrem normalen Leben und ihrem Ehemann zurückkehren soll oder nicht!

Realistische & Liebeswerte Hauptfiguren

Dabei schafft es Diana Gabaldon für mich perfekt die Waage zu halten zwischen dem Kitschig-Schnulzigen, zwischen spannenden Kämpfen, brenzlichen Situationen und zwei Protagonisten, die zum Glück auch genügen Fehler haben, sodass sie nicht völlig überzeichnet wirken. Klar, dass man als Leserin schnell begeistert von Jamie ist und den fiesen englischen Hauptmann hasst! Man leidet, wenn Jamie und Claire sich streiten, Missverständnisse entstehen oder den beiden Steine in den Weg gelegt werden. Und Claire ist zum Glück nicht der typische Jungfrau-in-Nöten-Typ, der so oft in solchen Romanen vorkommt. Stattdessen hat sie einen ordentlichen Dickkopf, schimpft wie ein Rohrspatz und hält mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Ich bin auf jeden Fall jetzt total angefixt von der Geschichte und will unbedingt weiterlesen! Den zweiten Teil mit dem Titel Die geliehene Zeit habe ich deshalb gleich bestellt. 😀

 

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