Ein bisschen wie Netflix auf Papier: „That Night“ von Chevy Stevens hat mich beim Lesen oft an eine True-Crime-Serie erinnert – irgendwo zwischen Thriller und Highschool-Drama, zwischen Orange is the New Black und 13 Reasons Why. Die Geschichte dreht sich um Toni, die mit 18 wegen des Mordes an ihrer …
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Colette: Claudines Elternhaus
„Claudines Elternhaus“ von Colette ist kein klassischer Roman. Eher ein Mosaik aus Erinnerungen: zart, leichtfüßig, manchmal verspielt, manchmal melancholisch. Erzählt wird von einer Kindheit auf dem französischen Land: von Katzen und Hunden, einem wilden Garten, vom Haus mit seinen vertrauten Geräuschen, Gerüchen, Eigenheiten. Und vor allem von Sidonie – der …
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Irene Dische: Großmama packt aus
Großmama packt aus von Irene Dische lag ewig auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Es war ein Geschenk von einer Freundin – mit der Begründung: „Ich habe es ausgesucht, weil es ein rosa Cover hat.“ Ich hatte also keine großen Erwartungen an die Geschichte. Aber jetzt, nach der Lektüre, muss ich …
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Tarjei Vesaas: Das Eis-Schloss
Ich habe „Das Eis-Schloss“ von Tarjei Vesaas an einem sonnigen Frühlingstag gelesen. Trotzdem: Gänsehaut. Weil die Story mich so berührt hat und ich die Kälte des Eis-Schlosses spüren konnte. Siss und Unn. Zwei Elfjährige, die eine besondere Freundschaft verbindet: Unn ist neu in der Klasse, still, geheimnisvoll. Siss ist beliebt, …
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Takis Würger: Für Polina
Ich hab gewonnen! Und zwar nicht nur bei einem Gewinnspiel, sondern auch literarisch. Denn ohne dieses Gewinnspiel hätte ich „Für Polina“ von Takis Würger vielleicht nie gelesen. Der Titel und die Beschreibung als „Liebesroman des Jahres“ hätten mich eher abgeschreckt. Aber wenn ganz Instagram über ein Buch schwärmt, ist manchmal …
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Chimamanda Ngozi Adichie: Dream Count
Auf kaum ein Buch habe ich so sehnsüchtig gewartet wie auf Dream Count! Chimamanda Ngozi Adichie gehört seit Jahren zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Und wie immer schafft sie es, mit ihrer Sprache mitten ins Herz zu treffen. Diesmal erzählt sie in „Dream Count“ von vier Frauen, deren Leben auf verschiedene …
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Émile Zola: Thérèse Raquin
Auf den ersten Blick wirkt Thérèse Raquin von Émile Zola harmlos – ein schmales Buch, schnell gelesen. Aber die wenigen Seiten haben es in sich. Hinter der unscheinbaren Fassade verbirgt sich eine düstere Geschichte über Leidenschaft, Schuld und die zerstörerische Kraft des schlechten Gewissens. Thérèse Raquin lebt ein freudloses Leben …
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Carol Shields: Das Tagebuch der Daisy Goodwill
Auf den ersten Blick wirkt Das Tagebuch der Daisy Goodwill von Carol Shields wie die Erzählung eines gewöhnlichen Lebens. Doch je tiefer man eintaucht, desto mehr spürt man, wie außergewöhnlich das Alltägliche sein kann. Ohne großes Drama, ohne spektakuläre Wendungen. Stattdessen erzählt Shields von den leisen, oft übersehenen Momenten, die …
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Satoshi Yagisawa: Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
Es gibt Bücher, die fühlen sich an wie eine warme Tasse Tee an einem verregneten Nachmittag. Die Tage in der Buchhandlung Morisaki ist genau so ein Buch. Die Geschichte beginnt mit einer Enttäuschung: Takako wird von ihrem Freund verlassen und fällt in eine tiefe Sinnkrise. Da bietet ihr ihr exzentrischer …
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James Gordon Farrell: Die Belagerung von Krishnapur
Die Belagerung von Krishnapur ist klug, scharfzüngig und gleichzeitig unterhaltsam. Farrell nimmt sich die britische Kolonialherrschaft in Indien vor – und demontiert sie mit bitterem Humor. Im Zentrum steht eine britische Siedlung, die plötzlich von indischen Rebellen belagert wird. Was folgt, ist eine Mischung aus Chaos, absurden Überlebensstrategien und der …
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