Agatha Christie: Mord im Orientexpress

Nach meinem ersten King habe ich gleich einen weiteren modernen Klassiker von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit. Und das ist eine ganz schöne Größe, quasi die Königin des Rätselkrimis, die Mutter des englischen Kriminalromans. Ganz klar: es geht um Agatha Christie. Ich weiß ja auch nicht, warum ich jetzt erst dazu kam, eines ihrer Bücher zu lesen. Schon vor einem guten Jahr habe ich die tollen Ausgaben der Fischer TaschenBibliothek entdeckt, gleich zwei Klassiker von Christie gekauft – und dann mussten die Armen doch so lange im Regal versauern. Dabei sind die Geschichten doch sowas von spannend! Ihr merk schon. Ich bin schwer begeistert. Und habe die beiden Bücher nun gleich hintereinander inhaliert. Aber nun erst mal zur Sache. Worum geht es überhaupt?

Mord im Orientexpress ist Agatha Christies 14. Roman, der bereits 1934 erschienen ist. Darin möchte Christies berühmter Detektiv, Hercule Poirot, endlich mal ein paar Tage ausspannen in Istanbul. Aber ein Auftraggeber möchte, dass er so schnell wie möglich nach London kommt. Mit etwas Glück und Hilfe von seinem alten Bekannten, Monsieur Bouc – der seines Zeichens Direktor der Eisenbahngesellschaft ist – erhält Poirot noch das letzte freie Abteil im nächsten Orient-Express.

Wie der Titel schon sagt, bleibt die Fahrt nicht ohne Zwischenfälle. Der amerikanische Passagier Samuel Edward Ratchett, der während der Zugfahrt ständig durch sein unangenehmes, ungehobeltes Verhalten auffällt, wird ermordet in seinem Abteil aufgefunden. Zwölf Messerstiche finden sich an seiner Leiche. Da der Zug auch noch durch den starken Schneefall auf den Gleisen steckengeblieben ist und auch noch der Telegraf streikt, bittet Bouc Poirot sich des Falles anzunehmen. Denn der Mörder muss noch unter den restlichen Fahrgästen sein. Also macht sich Poirot an die Ermittlungen und findet nicht nur raus, dass Ratchett ein Doppelleben geführt hat, sondern das scheinbar auch jeder der anderen Passagiere ein Geheimnis zu haben scheint…

Uuhhh, was für eine clevere Geschichte! Aber für alle, die das Buch nicht kennen, möchte ich gar nicht zu viel verraten. Es ist einfach spannend, mit Herucle Poirot nach und nach dahinter zu kommen, wie Ratchett umgebracht wurde. Dabei dürfen wir jedes Verhör der Passagiere verfolgen und auch noch auf Poirots Notizzettel spicken, auf dem er alle Schlafabteile markiert und beschriftet. So sind wir als Leser immer auf dem neusten Stand der Ermittlung und können unsere eigenen Gedanken dazu machen, wie es zu dem Mord kam. Ich fand die Story unheimlich spannend und das Ende unheimlich genial – jaja, keine Sorge, ich verrate nicht, wie es ausgeht. Außerdem bekommt man beim Lesen gleich Lust darauf, auch einmal mit dem Orient-Express auf Reisen zu gehen. Mord im Orientexpress wird definitiv nicht mein letztes Buch von Agatha Christie sein.

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2 Antworten

  1. Hey Vi,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Ich kenne dafür die Filme zu den Büchern von Agatha Christie noch nicht. Aber ich bin immer ein Fan davon gewesen, erst das Buch zu lesen und dann zu schauen, wie es umgesetzt wurde. Vielleicht hole ich das dann bald nach.

    Viele Grüße
    Cat

  2. Ich habe das Buch ehrlich gesagt gar nicht gelesen – aber der Film ist auch super! Abgesehen davon, dass Hercule Poirot mein absoluter Lieblingsprivatdetektiv ist! Ich meine – ein eingebildeter Belgier, dem sein Schnurrbart das Wichtigste ist – einfach genial! Und ja, das Ende ist tatsächlich spektakulär und auch ein bisschen verstörend…
    Meine Freundin Kit und ich schreiben seit Kurzem auch an einem Literaturblog und würden uns sehr freuen, dich einmal dort zu sehen 😉
    Liebe Grüße
    Vi

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