Lesetipp des Monats: Wuthering Heights

Buchlingreport Brontë Wuthering Heights

Diesen Monat möchte ich euch eines meiner absoluten Liebslingsbücher vorschlagen: Wuthering Heights von Emily Brontë. Ein wundervoll düster-tragischer Klassiker.

Eckdaten zum Autor:

Emily ist die jüngste der Brontë-Schwestern, die allesamt Schriftstellerinnen waren und ihre Romane zunächst unter Pseudonymen veröffentlichten. Emilys Pseudonym war Ellis Bell. Bereits als Kinder dachten sich die Brontë-Geschwister fantastische Welten und fiktive Länder aus. Neben dem Schreibebegeisterte Emily sich auch für Tiere, das Wandern und Naturbetrachtungen. Emily Brontë schrieb zahlreiche Gedichte, aber nur einen einzigen Roman, Wuthering Heights, der bis heute ein absoluter Klassiker der englischen Literatur ist. Mit ihrer Figur des Heathcliff machte sie erstmals in der viktorianischen Literatur einen bösartigen Charakter zum Helden eines Romans. Nach der Publikation war der Roman teilweise sehr umstrittenen Aufnahme, da man mit keinem der Charaktere wirklich mitfühlen könne.

 

Wichtigste und bekannteste Werke:

  • Wuthering Heights, 1847

 

Inhalt:

Wuthering Heights erzählt von der tragischen Liebe zwischen Catherine Earnshaw, Tochter aus gutem Hause, und dem Findelkind Heathcliff. Catherines Vater liest den Jungen von den Straßen Liverpools auf und bringt ihn mit auf sein Anwesen Wuthering Heights. Dort wird Heathcliff mit Catherine und ihrem Bruder Hindley aufgezogen, behält aber doch immer etwas fremdartiges in seinem Wesen. Während Cathy und Heathcliff eine tiefe Freundschaft und vielleicht sogar etwas mehr verbindet, tyrannisiert ihr Bruder Hindley die beiden. Das verschlimmert sich, als der Vater stirbt und Hindley zum Herren von Wuthering Heights wird. Cathy sieht die Möglichkeit aus dieser unleidlichen Situation zu entkommen, als Edgar Linton, Erbe des Nachbaranwesens, ihr einen Heiratsantrag macht. Heathcliff überhört, wie Cathy mit ihrer Haushälterin beratschlagt, dass dies die beste Lösung sei. Denn eine Verbindung mit Heathcliff würde sie gesellschaftlich entehren. Daraufhin verlässt Heathcliff von Wuthering Heights…

 

Unsere Meinung:

Ich liebe Wuthering Heights! Es ist einer meiner absoluten Lieblings-Klassiker. Dieses Buch ist so herrlich anders, wild und düster. Die Figuren sind nicht artige Upper-Class-Marionetten, die sich immer gut benehmen. Nein, es sind “echte” Charaktere mit ihren guten und schlechten Seiten, die nicht den Normen der Gesellschaft folgen und sich einen Teufel um Konventionen scheren. Es ist eine düstere, tragische Geschichte voll wilder Natur, die sich auch in den Figuren widerspiegelt. Keine einzige von ihnen ist wirklich liebenswert. Aber das müssen sie auch nicht sein, um aus Wuthering Heights eine gute Story zu machen. Jeder von ihnen hat seine Beweggründe und Emily Brontë schafft es wunderbar, den “what goes around comes around” Aspekt in der Plotline nicht zu kitschig zu gestalten. Besonders Catherine und Heathcliff sind egoistisch, bösartig, impulsive und in gewisserweise auch masochistisch in ihrem Verhalten. Aber das macht sie gleichzeitig so spannend für mich als Leser. Weil sie eben nicht diese 0815, berechen- und vorhersehbaren Figuren sind. Sie stürzen sich und uns beim Lesen in diese düstere Gefühlswelt umgeben von den stürmischen Mooren Englands. Einfach ein fabelhaftes Leseerlebnis der ganz anderen Art.

 

 

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