Stephen King: Shining

Shining Buchlingreport

Im November habe ich an einer schönen Aktion teilgenommen: Juliane und Jemima haben zum Stephen King November inklusive Lesenacht eingeladen. Das hab ich doch gerne zum Anlass genommen, um meine King-Kenntnisse etwas weiter auszubauen. Eines der Bücher, das ich gelesen habe war Shining. Schon über zwei Jahre lag das ungelesen im Schrank. Nun hatte ich die perfekte Motivation es endlich auch zu lesen. Bisher kannte ich nur Band eins aus der Reihe um den dunklen Turm und Joyland, das mich leider so gar nicht überzeugen konnte. Aber Shining hat mich absolut gebannt!

Neben Es und Carrie ist Shining sicherlich einer der absoluten Klassiker von King! Und spätestens seit der Verfilmung mit Jack Nicholson kennt quasi jeder die Geschichte. Quasi. Denn ich habe nicht mal den Film gekannt. Und so konnte ich mich ganz unvoreingenommen auf dieses Buch stürzen und mein eigenes Kopfkino aktivieren. Und das nicht zu knapp! Denn Shining hat es echt in sich!

Jack Torrance ist ein Loser! Er kämpft gegen seine Alkoholsucht, hat seinen Job als Lehrer verloren, weil er einen Schüler schlug, und eigentlich würde er lieber Schriftsteller sein, hat damit aber auch keinen Erfolg. In seinem Frust hat der Choleriker auch schon einmal seinen kleinen Sohn Danny den Arm gebrochen. Kein Wunder, dass Ehefrau Wendy an die Scheidung denkt. Um seine Familie aber wieder auf den Rechten weg zu bringen, hat Jack nun einen Job angenommen: Als Hausmeister für die Wintersaison im schicken Overlook Hotel.

Das Haus wird im Sommer von den Gutbetuchten besucht, liegt aber so abgelegen, dass es im Winter total eingeschneit und deshalb ohne Gäste ist. Leicht verdientes Geld, wie es scheint. Nur ein bisschen nach dem Rechten sehen, den Druck des Dampfkessels überprüfen. Die ganze Familie darf mitkommen, Kost und Logis inklusive. Scheint wie ein Sechser im Lotto.

Doch dann passiert immer mehr merkwürdiges und der eigentlich so leichte Job entpuppt sich als Alptraum. Zunächst bemerkt es nur Sohn Danny. Der Kleine ist hellsichtig und hatte schon vor der Anreise schlimme Vorahnungen, was das Overlook angeht. Der Junge sieht Blut an den Wänden, wiederauferstandene Tote und selbst die Heckentiere werden vor seinen Augen lebendig.  Und bald bemerken auch die Eltern, dass in dem Hotel nicht alles normal zu sein scheint. Bis es zum schaurigen Höhepunkt kommt…

Ein Wahnsinn, was Stephen King mit seinem eigentlich so schlichten Schreibstil für Bilder heraufbeschwört. Ich glaube, ich habe selten ein Buch gelesen, das ich so gruselig fand. Ich habe es zum Teil extra nicht abends gelesen, weil ich mit den schaurigen Heckentieren, die plötzlich zum Leben erwachen, oder der wandelnden Leiche im Bad im Kopf nicht schlafen gehen wollte. Da hat mich echt oft die Gänsehaut gepackt. Die Szenen sind so lebendig beschrieben, dass man ganz starke Bilder im Kopf bekommt.

Und das, obwohl man grade zu Beginn nie so genau weiß, was denn nun Wirklichkeit ist und was nicht. Denn zunächst erscheint vieles noch wie bloße Hirngespinste eines einsamen kleinen Jungen, der Angst vor der Scheidung seiner Eltern hat. Kinder denken sich ja gerne mal unsichtbare Freunde aus. Und auch Dannys Eltern gehen erst davon aus. Bis sich die Visionen immer mehr zuspitzen und nicht mehr zu leugnen sind. Die Eltern und mit ihnen auch die Leser werden immer mehr in den Bann dieser Szenarien gezogen. Und diese fesseln einen total!

Der Spannungsaufbau des Buches ist einfach unglaublich. Immer mehr schnürt es einem bei Lesen die Kehle zu, die Beklemmung steigert sich immer mehr. Ich fühlte mich wirklich gemeinsam mit der Familie in diesem Horror-Hotel gefangen. Ein absolut gelungenes Buch, dass einen total in Atem hält!

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2 Antworten

  1. hallo!
    Das Buch steht auch auf meiner Liste von Büchern die ich gern lesen möchte, zumal mich der Film schon sehr fasziniert hat. Und ich einfach wissen wollte wieviel davon auf der Buchvorlage basiert und wieviel von Jack Nicholson kommt.
    Danke fürs Vorstellen! Das hat Lust aufs Lesen gemacht!

    Liebe Grüße
    Liselotte von lesenodernicht.de

    • Hey Lieselotte,

      danke für deinen Kommentar. 🙂
      Ich kenne den Film tatsächlich noch nicht, deshalb kann ich leider noch nicht vergleichen. Aber ich glaube, ich muss den wirklich mal bald gucken.

      Liebe Grüße
      Britta

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