Lesetipp des Monats: Der Gott der kleinen Dinge

Hallo ihr Lieben,

hier kommt wieder unser Lesetipp des Monats. Und diesmal gehen wir auf eine literarische Reise nach Indien. Nämlich mit Arundhati Roys Gott der kleinen Dinge.

Eckdaten zur Autorin:

 

Suzanna Arundhati Roy wurde am 24. November 1961 in Indien geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Aymanam im Bundesstaat Kerala, wo auch ihr Roman überwiegend spielt. Im Alter von 16 Jahren zog Roy nach Delhi, wo sie heute noch lebt. Anfangs wohnte sie dort in einer kleinen Hütte und verdiente ihr Geld, indem sie leere Flaschen einsammelte und verkaufte – krass, oder? Später studierte sie Architektur, spielte kleine Filmrollen und begann Drehbücher zu schreiben. 1992 erst begann Roy mit der Arbeit an ihrem Roman – in englischer Sprache – der 1997 veröffentlicht wurde. Ihre plötzliche Bekanntheit nutzte Roy für politische Anliegen. Sie wurde zur Aktivistin u.a. gegen die atomare Aufrüstung Indiens, gegen den Hindu-Nationalismus oder auch gegen ein Staudammprojekt.
Wichtigstes/Bekanntestes Werk:

Roys bekanntestes und einziges fiktionales Werk ist bisher „Der Gott der kleinen Dinge“. Wobei ich online auf einen Artikel gestoßen bin, dass sie wohl schon seit längerem an einem neuen Roman arbeitet. Ihre schriftliche Tätigkeit konzentriert sich aber hauptsächlich auf Aufsätze über politische und soziale Themen: Krieg gegen den Terrorismus, die Politik der Weltbank, Umweltschutz und Globalisierungskritik.

Inhalt:
Im Mittelpunkt der (halb-autobiografischen) Geschichte steht die Familie und das Schicksal der zweieiigen Zwillinge Rahel und Estha. Ihre Mutter, Ammu, kehrt nach einer gescheiterten Ehe gemeinsam mit den Kindern in ihr Heimatdorf Ayamenen zurück. Obwohl sie von ihrem Ex-Mann geschlagen und misshandelt wurde, nimmt die Familie Ammu nur ungern wieder auf. Denn für sie ist die geschiedene Frau nichts mehr wert. Als Ammu sich dann auch noch einem Mann aus einer niederen Kaste hingibt, fürchtet die Familie vollends um ihren guten Ruf. Doch nicht nur Ammu kämpft um ihren Platz in der Welt. Auch ihre Kinder haben es schwer. Estha und Rahel müssen sich nicht nur an das neue Umfeld, die Scheidung und an ihre strengen Verwandten gewöhnen, sondern auch daran, dass diese ihre halb-englische Cousine bevorzugen – obwohl diese ebenfalls ein Scheidungskind aus der gescheiterten Ehe von Ammus Bruder ist. Und an einem schicksalhaften Tag soll sich das Leben der ganzen Familie durch zwei Tode drastisch ändern…

 

Unsere Meinung:

 Poetisch und voller bildhafter Metaphern nimmt einen Arundhati Roys Sprache beim Lesen total ein. Viel „Action“ gibt es nicht – aber was geschildert wird, ist so intensiv, dass man vollkommen in die Geschichte eintaucht. Catherine hat den Gott der kleinen Dinge bereits gelesen und kann es wirklich nur empfehlen! Definitv ein Buch, das auf die Must-Read-Liste gehört.

Wie sieht’s bei euch aus?
Habt ihr das Buch auch schon gelesen? Und wenn ja, wie fandet ihr es?

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6 Antworten

  1. Hallo!
    Dieses Buch hab ich vor einigen Jahren gelesen, und es hat mich ungemein beeindruckt.
    Weil es in einer wundervollen Sprache geschrieben ist, …und weil es einfach anders ist.
    Und seine Leser mit seiner Andersartigkeit total einfängt…

    Schön habt Ihr es übrigens hier!
    Ich komme jetzt mal öfter..:o))

    Bis dann
    Aenna

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