Lesetipp des Monats: Nana

Nana Emile Zola

Da im Oktober so viele guten, französischen Schriftsteller im Fokus standen, wollen wir diesen Moment im November noch etwas nachklingen lassen und haben uns deshalb mal wieder einen großen französischen Klassiker als Lesetipp ausgesucht.

Eckdaten zum Autor:

Émile Zola ist ein französischer Romancier des 19. Jahrhunderts. Er wurde 1840 in Paris geboren und starb dort 1902. Er gilt als der Begründer des literarischen Naturalismus. Zola hatte keinen Schulabschluss, hatte aber starke journalistische Ambitionen. Historisch bekannt ist er für seinen offenen Brief an den französischen Präsidenten: J’accuse trug dazu bei, dass Hauptmann Alfred Dreyfus, der 1897 wegen Landesverrats zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, rehabilitiert wurde. Literarischen Ruhm erlangte Zola durch seinen Roman-Zyklus Die Rougon-Macquart.

Wichtigste und bekannteste Werke:

1870 erschien mit Das Glück der Familie Rougon der erste Teil des Romanzyklus Die Rougon-Macquart. Zola hatten diese Reihe sorgfältig geplant und den Aufstieg und Fall von fünf Generationen der Familien Rougon und Macquart, die aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen, erzählt. 22 Jahre später schloss er sie mit dem 20. Band Doktor Pascal ab. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, alle Bände hier aufzulisten:

  1. Das Glück der Familie Rougon (1871)
  2. Die Beute (1871)
  3. Der Bauch von Paris (1873).
  4. Die Eroberung von Plassans (1874).
  5. Die Sünde des Abbé Mouret (1875).
  6. Seine Exzellenz Eugène Rougon  (1876)
  7. Der Totschläger (1877)
  8. Ein Blatt Liebe (1878)
  9. Nana (1880)
  10. Ein feines Haus (1882)
  11. Das Paradies der Damen (1883)
  12. Die Freude am Leben (1884)
  13. Germinal (1885)
  14. Das Werk (1886)
  15. Die Erde (1887)
  16. Der Traum (1888)
  17. Die Bestie im Menschen (1890)
  18. Das Geld (1891)
  19. Der Zusammenbruch (1892)
  20. Doktor Pascal (1893)

Inhalt:

Aus dieser epischen Reihe habe ich mir nun Nana herausgepickt, weil es eines der beliebtesten und erfolgreichsten Bücher ist. Zu Beginn ist Nana eine sehr arme Straßendirne. Doch mit ihrem makellosen Aussehen schafft sie es, sich zu einem Pariser Operrettensternchen hochzuarbeiten. Als die verführerische blonde Venus erhält sie Zugang zur obersten Schicht der Gesellschaft, die genauso lasterhaft und verlogen ist wie alle anderen. Sie angelt sich die reichsten Männer, um sich von ihnen eine luxuriösen Lebensstandard finanzieren zu lassen. Zwischendrin wird ihr dieses Leben überdrüssig und sie heiratet einen ehemaligen Theaterkollegen und führt ein bürgerliches Leben. Doch sie hat kein Glück und die häusliche Gewalt treibt sie in ihr Mätressen-Dasein zurück. Und die dummen Männer sind blind vor Liebe und geben ihr ganzes Geld für sie aus…

Unsere Meinung:

Ich gebe zu, Nana ist bisher der einzige Band den ich aus dieser Reihe gelesen habe. Aber ich fand die Lektüre sehr unterhaltsam und kurzweilig. Oft habe ich Angst, französische Klassiker zu lesen, weil sie so trocken und langweilig sein können. Aber das war bei Nana nicht der Fall. Es ist ein bisschen wie „Pretty Woman“ – nur im alten Paris. Der Stoff vom Aufstieg einer armen, aber schönen und jungen Prostituierten scheint einfach zeitlos zu sein.

Habt ihr noch andere Bände aus der Reihe gelesen? Welche könnt ihr empfehlen?

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2 Antworten

  1. Huhu

    ooooh ich liebe Emile Zola!! Vielen Dank, dass ihr mich daran erinnert, dass ich wieder mal was von ihm lesen sollte 🙂 Nana hab ich eh noch nicht durch! Zola ist eine Perle in der Literaturwelt. Lg Tinka

    • Hallo Tinka,
      wie schön, dass wir dich mit unserem Lesetipp inspirieren konnten. Das freut uns sehr, denn genau das wollen wir ja erreichen 🙂
      Liebe Grüße
      Laura

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