Jussi Adler-Olsen: Erlösung

„Der dritte Morgen war angebrochen, und inzwischen hing der Geruch von Teer und Tang schon in der Kleidung.“
Nachdem die ersten beiden Bände von Jussi Adler-Olsens Krimireihe um den grummeligen Ermittler Carl Mørck mich beim Lesen schon völlig den Atem haben anhalten lassen, war klar, dass schnell der nächste Teil her muss. Und auch der dritte Fall von Carl und seinem Team hat mich Nachts nicht mehr schlafen lassen, weil ich einfach immer weiter und weiter und weiter lesen musste.
Über Umwege landet eine alte Flaschenpost auf Carls Schreibtisch. Ihr Inhalt: ein mit Blut geschriebener Brief, der kaum noch lesbar ist. Nach langer Puzzlearbeit von Carl, Rose und Assad kommt eine schreckliche Botschaft zu Tage. Denn bei der Nachricht handelt es sich um einen Hilferuf von zwei entführten Kindern. Doch als die Flaschenpost entschlüsselt ist, kommt raus, dass die Eltern der Kinder sie nie vermisst gemeldet haben. Angeblich wurden sie nur aus der religiösen Gemeinschaft, in der die Familie lebt, ausgeschlossen und der Kontakt sei abgebrochen. Doch Carl wittert, dass mehr dahinter steckt und findet raus, dass dies kein Einzelfall ist. Und so kommt Carl nach und nach einem Psycho-Killer auf die Spur, der sich an religiösen Sekten rächen will.
Aber auch in Carls Team gibt es wieder viel Trubel. Denn nach einem Streit mit Rose, schickt diese nur noch ihre Zwillingsschwester Yrsa ins Büro. Und die hat nun wirklich gar nichts mit Rose gemeinsam. Daneben versucht Carl außerdem noch mehr über Assads Vergangenheit und Familie herauszufinden.
Viel mehr will ich an dieser Stelle auch gar nicht über den Inhalt sagen, um nichts vorwegzunehmen. Denn bei dieser packenden Story scheint fast jedes vorab genannte Detail schon zu viel zu sein! Mit Erlösung hat Jussi Adler-Olsen wieder einen super spannenden Roman geschaffen, den ich förmlich verschlungen habe. Ich fand ja schon die ersten beiden Bände unheimlich stark. Aber der dritte übertrifft sie tatsächlich noch einmal in Sachen Nervenkitzel. Neben Carl und seinem Team räumt Adler-Olsen dabei auch dem Täter und seinen Opfern unheimlich viel Platz ein. So bekommt man die Geschehnisse von allen Seiten beleuchtet. Trotzdem wartet hinter jeder Seite eine neue Wendung oder es lauert ein fieser Cliffhanger, der einen beim Lesen nicht zur Ruhe kommen lässt. So müssen Krimis geschrieben sein! Und der nächste Band ist schon gekauft 🙂
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