Agatha Christie: Nikotin

Und gleich wieder ein Krimi von Agatha Christie. Ja, ich gebe zu: Ich bin ihren spannenden Geschichten unheimlich verfallen und kann grade gar nicht genug davon bekommen. Und es passt ja auch ganz wunderbar, weil Agatha Christie heute 125 Jahre alt geworden wäre. Mal abgesehen davon, dass ich auch sehr in die hübschen Ausgaben der Fischer Taschenbücher verliebt bin – und diese noch dazu ganz klein und handlich in jedes Täschchen passen. Also habe ich eine meiner Lieblingsbuchhandlungen geplündert und mir gleich mehre neue Teile von der Queen of Crime zugelegt. Einer davon: Nikotin! Nikotin ist Christies 16. Kriminalroman und erschien zuerst 1934 unter dem Titel Murder in Three Acts – denn die Geschichte ist wie eine klassische Tragödie in drei Akte aufgeteilt.

Alles beginnt mit einer Dinnerparty im Landhaus des berühmten Schauspielers Sir Charles Cartwright. 13 Gäste sind zum Schlemmen eingeladen, darunter auch unser Lieblingsdetektiv Hercule Poirot. 13 Gäste? Bei dieser Unglückszahl ist ja schon vorprogrammiert, dass das nicht gut gehen kann. Das wissen wir ja schon seit die 13. Fee bei Dornröschen ausgeladen und Unglück über das Königshaus gebracht hat… und auch Sir Charles Assistentin weißt darauf hin. Aber es kommt, was kommen musste: Ein Gast liegt tot auf dem Boden. Erwischt hat es den ruhigen Pfarrer Babbington, der nach dem Aperitif nach einem augenscheinlichen Anfall zu Boden sackt. Erst scheint es wie ein ganz natürlicher Tod. Denn ein Mord in so einer großen Runde scheint ausgeschlossen. Und der alte Pfarrer hatte schließlich keine Feinde. Doch dann kommt die Diagnose: Vergiftung durch pures Nikotin. Als kurz darauf bei einer weiteren Dinnerparty der Arzt Sir Bartholomew Strange auf die gleiche Art stirbt, ist jedoch schnell klar: das kann kein Zufall sein! Aber wer hat die beiden so unterschiedlichen Männer umgebracht? Und mit welchem Motiv?

Die Spuren führen zunächst zu Sir Bartholomews Butler, der nach dessen Tod plötzlich unauffindbar ist. Aber was sollte dieser mit Pfarrer Babbington zu tun haben? Oder war es der junge Oliver Manders, der kurz nach Beginn von Bartholomews Dinnerparty plötzlich vor der Tür steht und angeblich einen Unfall hatte? Er hätte ein Motiv, denn er scheint unsterblich in Hermoine Lytton Gore, genannt „Egg“, verliebt zu sein – die bei beiden Partys anwesend war, sicher aber eher für Sir Charles Cartwright interessiert. Lange tappt das selbsternannte Ermittlerteam um Egg, Cartwright und dessen Freund Satterthwaite im Dunkeln. Bis Hercule Poirot sich in den Fall einschaltet und ein ungeahntes Tatmotiv entdeckt!

Hach, und wieder hat es mir Hercule Poirot absolut angetan! Ich hab auch diesen Krimi mit ihm absolut verschlungen, eingatmet, weggesuchtet – weil ich unbedingt wissen wollte, wer der Mörder ist und wieso sowohl der Pfarrer als auch der Arzt sterben mussten. Und wie das ganze zusammen passt ist mal wieder eine große Überraschung, die Poirot mit einem großen Paukenschlag zum Schluss auflöst. Mich hat es auf jeden Fall sehr überrascht, obwohl ich vorher schon fleißig versucht habe mit zu ermitteln. Eins ist auf jeden Fall klar: Ich will noch mehr Agatha Christie!
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