Achtung Spoiler-Alarm! Wer die ersten beiden Bände von Haruki Murakamis Meisterwerk 1Q84 noch nicht kennt, sollte hier nicht weiterlesen. Denn Band 2 endet mit einem fiesen Cliffhanger, den ich euch nicht kaputt machen will. (Meine Rezension dazu findet ihr hier.) Alle anderen sind natürlich herzlich eingeladen diese Rezension weiterzulesen 🙂
„Herr Ushikawa, würden Sie bitte nicht rauchen.“
In diesem Band wird neben Aomames und Tengos noch eine weitere Perspektive der Geschichte hinzugefügt: Ushikawa. Der Privatdetektiv, der schon im ersten Band auftauchte und Tengo belagert hat, arbeitet weiterhin für die Sekte und versucht herauszufinden, wer Amomame ist und warum sie den Leader getötet hat. So taucht er nach und nach immer weiter in die Vergangenheit von ihr ein und entdeckt sogar ihre zarte Verbindung zu Tengo. Wird er Aomames Versteck entdecken und sie an die Sekte ausliefern? Oder finden Tengo und Aomame endlich zueinander? Und gibt es überhaupt einen Ausweg aus dieser Parallelwelt?
Im Gegensatz zum ersten Buch gibt es im dritten Band viel weniger „Action“ als in den Vorgängern. Aomame und Tengo verbringen sehr viel Zeit mit warten und verlieren sich sehr in ihren Gedanken. Trotzdem fand ich keine einzige Seite langweilig! Die spannende Ermittlungsarbeit übernimmt dafür ja Ushikawa, der auch immer mehr in den Strudel um die mysteriöse Sekte gezogen wird. Und kurz vor Schluss kommt es dann eben doch noch zum Showdown! Und natürlich darf auch ein Murakami typisches, überraschendes Ende nicht fehlen. Alles in allem fand ich alle drei Bände der Reihe unheimlich spannend und toll geschrieben! Murakami schafft es einfach immer wieder, mich mit seinen Worten zu verzaubern und in eine völlig andere Welt hineinzuziehen. Für mich ist 1Q84 das beste, was ich von ihm bisher gelesen habe!