Bernd Dörries: Der lachende Kontinent

„Der lachende Kontinent“ war ein Geschenk meiner Freundin, mit der ich regelmäßig nach Afrika reise. Allein deshalb hatte das Buch bei mir schon einen kleinen Bonus. Dazu kommt, dass ich mein Herz seit einem dreimonatigen Aufenthalt in Südafrika ohnehin ein Stück auf diesem Kontinent verloren habe. Inzwischen habe ich 13 der 54 afrikanischen Länder bereist und freue mich immer über Bücher, die mir neue Perspektiven auf diesen faszinierenden und vielfältigen Kontinent eröffnen.

Bernd Dörries bereist in diesem Buch zahlreiche afrikanische Länder und erzählt von seinen Begegnungen und Erfahrungen. Dabei geht es nicht um die großen politischen Analysen oder um trockene Zahlen. Stattdessen beschreibt er den Alltag der Menschen, skurrile Begebenheiten und Momente, die einem auf Reisen begegnen.

Und genau das fand ich so toll beim Lesen: Das Buch bietet keinen wissenschaftlichen Aufsatz über Afrika und erhebt auch keinen Anspruch darauf, den Kontinent vollständig erklären zu wollen. Stattdessen blickt Dörries als Reisender auf die Menschen und ihre Lebenswelt. Oft sind es gerade die kleinen Geschichten und die scheinbaren Nebensächlichkeiten, die hängen bleiben. Manche Passagen haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere haben mich an eigene Reisen erinnert.

Besonders spannend fand ich die Kapitel über Länder, die ich bereits selbst besucht habe. Es ist immer interessant zu sehen, welche Eindrücke andere Reisende mitnehmen und welche Dinge ihnen auffallen. Gleichzeitig hat Dörries mich auch neugierig auf Orte gemacht, die noch auf meiner Wunschliste stehen. 

Natürlich kann ein einzelnes Buch einem Kontinent mit 54 Ländern niemals vollständig gerecht werden. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Der lachende Kontinent ist vielmehr eine Sammlung von Eindrücken, Beobachtungen und Anekdoten, die Lust machen, selbst loszuziehen und Neues zu entdecken. Ich hab auf jeden Fall ordentlich Fernweh bekommen beim Lesen.

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