Lesetipp des Monats: The Namesake (Der Namensvetter)

Sorry, mit leichter Verspätung trudelt unser neuer Lesetipp ein:
 Eckdaten zum Autor:
Jhumpa Lahiri wurde im Juli 1967 als Kind bengalischer Einwanderer in London geboren. Ihr Literaturstudium verfolgte sie teils in England, teils in Amerika, wo sie heute mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt. 1999 erschien ihr erstes Buch Melancholie der Ankunft (Interpreter of Maladies),  eine Sammlung von neun Kurzgeschichten. Dafür erhielt sie im Jahr 2000 den Pulitzer-Preis. Ihr erster Roman war dann 2003 The Namesake / Der Namensvetter. Seit 2005 ist Jhumpa Lahiri Vizepräsidentin des PEN American Center.

Bekannteste und übersetze Werke:
  • Interpreter of Maladies / Melancholie der Ankunft, 1999
  • The Namesake / Der Namensvetter, 2003
  • Unaccustomed Earth / Fremde Erde, 2008
  • The Lowland / Das Tiefland, 2013


Inhalt:

Ich zitiere hier mal buchtips.net, da meine Lektüre schon einige Jahr her ist: „Wie es sich für eine Tochter aus gutem Haus gehört, heiratet Ashima den Mann, den ihr ihre Familie vorschlägt: Ashoke Ganguli. Direkt nach der Hochzeit verlässt das junge Paar Indien; denn Ashoke hat einen Ruf an eine amerikanischen Universität erhalten. Als Ashima ihr erstes Kind zur Welt bringt, kommt es zu einer kleinen kulturellen Katastrophe. Nur die Großmutter im fernen Bengalen darf den Taufnamen vorschlagen – und der Brief aus Indien mit ihrem Vorschlag erreicht seine Empfänger nicht. Ashoke ist in Zugzwang, sein Sohn soll schließlich bei den Behörden gemeldet werden. Der junge Vater schlägt Gogol vor – den Namen des russischen Dichters, zu dem Ashoke eine besondere Beziehung hat.

Als Gogol Ganguli eingeschult wird, versuchen seine Eltern in letzter Minute, ihm den bengalischen Namen Nikhil zu geben. Doch sie haben ihren Sohn auf diese Situation nicht vorbereitet. Er wehrt sich gegen den fremden Namen und bleibt Gogol. Gogol und seine Schwester Sonia wachsen zu waschechten, beruflich erfolgreichen Amerikanern heran, während ihre Eltern sich in einer lebenslustigen Gruppe bengalischer Einwanderer-Familien bewegen als lebten sie noch in Indien. Ashoke bleibt seinen Kindern als Vater fremd. Er spricht niemals darüber, warum der Name Gogol ihm so viel bedeutet. Als Gogol sich zum ersten mal verliebt, muss er einsehen, dass seine Mutter mit der ihr vertrauten bengalischen Tradition nie gebrochen hat: sie erwartet von ihm eine arrangierte Beziehung zu einer Frau indischer Herkunft. Gogol, der Mann mit dem ungewöhnlichen Namen, erkennt erst als Erwachsener, dass seine pflichtbewusste, zurückhaltende Mutter ihren Kindern keine Wurzeln geben konnte, weil sie selbst nie ganz in den USA angekommen ist.“

(Quelle der Inhaltsangabe: http://www.buchtips.net/rez2952-der-namensvetter.htm)

2007 wurde das Buch übrigens verfilmt. Den wunderbaren Trailer könnt ihr euch hier anschauen:
 Unsere Meinung: 
Ich fand den Roman wirklich wunderbar! Er gehört zu meinen Lieblingen der amerikanischen Literatur. Erstens weil die Geschichte so gefühlvoll erzählt wird und zweitens weil die Geschichte an sich spannend und fremd ist. Dieser Konflikt zwischen Einwanderern, die die Wurzeln/Traditionen aus der alten Heimat pflegen wollen, und ihren im neuen Land geborenen Kindern, die sich an die neue Kultur viel schneller anpassen, ist ja ein großes Thema in der Migrations-Literatur. Autoren, die dies thematisieren, gibt es viele, aber Jhumpa Lahiri war eine der ersten die ich davon gelesen haben. Im persönlichen, direkten Vergleich mit  Amy Tans Joy Luck Club (Töchter des Himmels), Julia Alvarez‘ How the García Girls Lost Their Accents (Wie die García-Girls ihren Akzent verloren) und eingen anderen hat mir Lahiris Werk einfach am besten gefallen.
Den Film habe ich auch angeschaut und fand ihn ebenfalls sehr gut und gut umgesetzt. Es lohnt sich, ihn anzuschauen.
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