Lesetipp des Monats: Sophies Welt

9783423125550xDiesen Monat möchte ich euch an Buch ans Herz legen, dass ich zu meinem 18. Geburtstag geschenkt bekommen habe und das ich bis heute eigentlich ein zweites Mal lesen möchte, sobald ich die Zeit dazu finde 😉 Jostein Gaarders „Sophies Welt. Ein Roman über die Geschichte der Philosophie“
Eckdaten zum Autor:
Jostein Gaarder ist 1952 in Norwegen geboren. Er hat Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaften studiert und lange Philosophielehrer unterrichtet. Mit „Sophies Welt“ gelang ihm 1993 der weltweite Durchbruch als Schrifsteller. Es wurde in 59 Sprachen übersetzt und über 40 Millionen Mal verkauft. In Deutschland erhielt er 1994 für dieses Buch den Jugendliteraturpreis. Danach gab er seinen Lehrerjob auf. Seitdem schreibt er Romane und Erzählungen für Erwachsene und Kinder. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Oslo. 

Wichtigste / Bekannteste Werke:
  • 1993: Sophies Welt
Es gibt noch viele andere Bücher von ihm. Aber ich kann dieses Mal nicht einschätzen, welches die wichtigsten sind.
Inhalt:
„Sophies Welt“ war eigentlich als Jungendbuch gedacht. Trotzdem lesen es gerne auch viele Erwachsene. Wie der Untertitel schon sagt, ist es ein Roman über die Geschichte der Philosophie. Roman deshalb, weil wir eine fiktive Figur, Sophie, durch eine fiktive Handlung begleiten. In diese Handlung ist die Philosophiegeschichte eingebunden und zwar in Form von Briefen, die die 15-jährige Sophie regelmäßig in ihrem Briefkasten findet. Zuerst wundert sie sich, dann beginnt sie über die Fragen, die die Briefe stellen, nachtzudenken und hinterfragt schließlich ihre ganze Welt. Dann lernt sie den Verfasser der Briefe, einen gewissen Alberto Knox, kennen und der Philosophiekurs geht von da an persönlich weiter. Und dann kommt eine Überraschung: Sophie findet heraus, dass sie und ihre Welt nur Bestandteil eines Buches sind! Dieses schreibt ein im Libanon stationierten UN-Major namens Albert Knag für seine Tochter Hilde zum Geburtstag. Zusammen mit Alberto Know versucht Sophie dagegen anzukämpfen und einen Ausweg zu finden. Das Ende lass ich spannungshalber jetzt mal offen 😉
Unsere Meinung:
Dadurch dass mal als Leser die schweren Theorien der großen Philosophen durch die Perspektive einer naiven 15-Jährigen nahegelegt bekommt, ist es sehr einfach zu lesen und auch überaus verständlich. Durch die Story, die Dinge, die Sophie erlebt, wird Spannung erzeugt und der Leser unterhalten. Gleichzeitig stellt sich ein Lerneffekt ein. Kein großer Philosoph von Sokrates, Platon, Aristoteles, Descartes, Spinoza, Locke bis Kant, Gehel, Kierkegaard, Darwin und Freud wird ausgelassen. Es ist alles da. Wer nach der Lektüre nichts über Philosophie weiß, der hat das Buch nicht wirklich gelesen. Hinten im Buch ist auch ein Namensregister, sodass man auch die Passagen zu einzelne Philosophen direkt nachschlagen kann. Ich finde das Buch einfach klasse, ja ein Klassiker schon fast! Auf so eine Idee kommt nicht jeder. Und es zeigt, dass man auch auf eine unterhaltsame Art und Weise jedem ein bisschen Kulturgut vermitteln kann. Die Leute lesen es gerne. Würde man jedem ein universitäres Lehrbuch über Philosophiegeschichte hinhalten, würde es wahrscheinlich keiner annehmen und lesen. Wollt ihr die Grundideen der wichtigsten Philosophen näher kennenlernen und gleichzeitig in eine phantastische Geschichte abtauchen? Dann lest „Sophies Welt“. Ich werde es sicher irgendwann in meinem Leben noch ein zweites Mal schaffen.
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2 Antworten

  1. Hi Kersten,
    also die anderen Bücher von Gaarder habe ich dann auch nicht mehr gelesen. Aber da ich selten gerne Fachbücher lese, mag ich diese Art und Weise der Wissensvermittlung ganz gerne. Aber das muss ja nicht jeder. Wenn du lieber Fachbücher liest, ist das doch auch ok. Gibt es ja auch sicher genug gute 😉
    Liebe Grüße

  2. Schon seltsam, dass das scheinbar alle außer mir so toll finden. Ich habe es abgebrochen und auch "Das Weihnachtsgeheimnis" von Jostein Gaarder konnte mich nicht überzeugen. Ich mag diese Art der Wissensvermittlung in Romanform einfach nicht. Für mich muss ein Roman unterhalten – nicht mehr und nicht weniger. Um mir Wissen anzueignen, greife ich zum Sachbuch. Aber das ist wahrscheinlich ein persönliches Ding.
    Alles Liebe.
    Kerstin

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