Lesetipp des Monats: Schuld und Sühne

Hallo ihr Lieben,

wegen Karneval gibt es den neuen Lesetipp für den Monat März erst heute 🙂 Dafür machen wir diesmal einen Schwenk in die russische Literatur.

Eckdaten zum Autor:

Fjodor Dostojewski wurde 1821 in Moskau geboren und ist einer der wichtigsten Romanautoren der Weltliteratur. Dostojewski schrieb seine bekannten Werke erst, nachdem er knapp der Todesstrafe entgangen war, weil er Mitglied eines revolutionären Geheimbundes war. Er wurde zu Zwangsarbeit und Verbannung verurteilt, die ihn in einen gläubigen Christen und Konservativen verwandelt haben. Nach seiner Rückkehr aus Sibirien 1859, fing er an zu schreiben. Dostojewski lebte im Elend: gesundheitlich ging es ihm schlecht und er war spielsüchtig. 

Wichtigste / Bekannteste Werke:

  • Schuld und Sühne, 1866
  • Der Idiot, 1868/69
  • Die Brüder Karamasow, 1879/80

Inhalt:
In „Schuld und Sühne“ geht es um eine kriminelle Handlung und deren psychische Folgen beim Täter. Die Hauptfigur Rodion Raskolnikow ermordert eine alte Pfandleiherin und deren Schwester. Er tut dies aus der Not heraus, aber auch weil er überzeugt ist, die alte Frau wäre für niemanden von Nutzen und ihr Geld könnte anderswo besser eingesetzt werden. Hier spielt seine Weltanschauung eine entscheidenende Rolle: Er glaubt nicht an Gott und ist überzeugt, dass alles erlaubt ist, wenn es nur logisch ist.

Nach der Tat allerdings rückt ihm der Untersuchungsrichter Petrowitsch mit Fragen auf den Leib und Raskolnikow selbst, wird in heftigen Fieberträumen von seinem Tun geplagt. Diese Folgen der Tat werden sehr psychologisch und tiefgehend erzählt. Raskolnikow wird von Sonja gerettet, die ihm Liebe und Glaube schenkt. Sie stärkt ihn, in dem sie ihm aus der Bibel vorliest. Schließlich hat er ein so schlechtes Gewissen, dass er den Mord gesteht und die Strafe dafür verbüßt.

Unsere Meinung: 
Es ist schon eine Weile her, dass ich den Roman gelesen habe. Aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich total beeindruckt war. Ich fand es spannend zu lesen, vor allem auf Grund der Erzählperspektive: Es ist sehr originell, zu beschreiben, was in einer Person nach einem Mord vorgeht, die Gedankengänge und Gewissenbisse zu verfolgen. Diesen psychologischen Kriminalroman kann ich daher wirklich jedem empfehlen, auch Nicht-Krimi-Lesern 🙂

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