James Patterson: Ave Maria

Eine liebe Freundin von mir hatte das Glück, im letzten Jahr als Bücherverschenker zum Welttag des Buches ausgewählt zu werden. Sie hatte sich für James Pattersons Ave Maria entschieden – und mir eines ihrer Bücher geschenkt. Juhuu! 🙂 Lange hatte das gute Stück im Regal geschlummert. Aber nun habe ich es endlich geschafft und es in einem Rutsch durchgelesen.
„Erster Akt, erste Szene, dachte der Geschichtenerzähler und konnte den Schwindel erregenden Ansturm von Erwartung nicht unterdrücken.“

Eigentlich will Dr. Alex Cross, Star-Ermittler des FBI, nur einmal in Ruhe mit seiner Familie ein paar Tage Urlaub machen. Doch statt mit seinen drei Kindern Disneyland unsicher zu machen, wird der Profiler wieder in den Dienst gerufen. Denn in Los Angeles werden innerhalb weniger Tage zwei Promi-Damen auf brutale Weise ermordet. Es scheint sich um einen Serienkiller zu handeln. Das Kuriose: Der Täter schreibt nach den Morden Mails an einen bekannten Klatsch-Reporter, in denen er seine Taten beschreibt und die er mit „Mary Smith“ unterschreibt. Doch handelt es sich bei dem Täter wirklich um eine Frau? Kann eine Frau so brutal vorgehen? Auch die Statistik scheint gegen diese Theorie zu sprechen. Alex Cross hegt seine Zweifel und stürzt sich in die Ermittlungen.

Daneben hat Cross auch privat einige Aufgaben zu lösen. Er hat viel zu wenig Zeit für seine Kinder, mit seiner aktuellen Freundin kriselt es und seine Ex will ihm das Sorgerecht für sein Kind wegnehmen. – Mir war es ehrlich gesagt zwischenzeitlich sogar etwas arg viel Familiendrama drum herum. Vielleicht sieht man das etwas anders, wenn man die komplette Serie gelesen hat. Aber für mich war es der erste Band der Alex Cross Reihe und wie gesagt – ab und an habe ich mich gefragt, wann es nun endlich wieder um den Fall geht.

Den fand ich nämlich eigentlich ganz spannend. Warum nur eigentlich? Hm, sagen 2/3 des Buches fand ich es sehr spannend und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Und das letzte Drittel zog sich dann einfach nur noch in die Länge. Da hielt sich Patterson dann auch einfach zu oft damit auf, seinen Helden gefühlt eine Frau nach der nächsten aufreißen zu lassen. Das ging dann eindeutig zu Lasten der Ermittlung. Denn diese wurde dann nur noch kurz und knapp auf den letzten paar Seiten abgefrühstückt. Schade, denn den Anfang des Krimis fand ich unheimlich vielversprechend. Aber alles in allem hat mich Ave Maria gut unterhalten und war sehr kurzweilig zum Lesen.

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