Corinna Bomann: Der Mondscheingarten

„Verwirrt betrachtete Helen Carter ihr Spiegelbild.“

Mondscheingarten Buchlingreport
Seit dem frühen Tod ihres Mannes lebt die junge Berlinerin Lilly Kaiser ein ruhiges zurückgezogenes Leben. Bis plötzlich ein alter Herr in ihrem Antiquitätenladen auftaucht und ihr eine Geige zeigt, auf deren Rückseite eine Rose eingraviert ist. Lilly weiß sofort, dass es ein ganz besonderes Instrument ist. Doch sie kommt nicht dazu, dem Mann erklären kann, dass sie nicht genug Geld dafür zahlen kann. Denn der lässt Lilly mit einem einzigen Satz allein stehen: Sie gehört ihnen! Lilly ist verwirrt – wieso sollte ihr diese Geige gehören? Und was hat es mit dem mysteriösen Notenblatt mit dem Titel Mondscheingarten auf sich, das im Futter des Geigenkastens versteckt war?

Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Ellen versucht Lilly mehr über die Geschichte der Geige und ihrer ehemaligen Besitzerinnen herauszufinden. Rose Gallway und Helen Carter waren einst Star-Geigerinnen, die Konzerte auf der ganzen Welt gegeben haben und irgendwann einfach verschwunden sind. Die Suche führt Lilly von Berlin nach London, über Italien bis nach Indonesien, wo Rose Gallway geboren wurde. Und an jedem dieser Orte findet Lilly neue Puzzelteile der Lebenswege von Rose und Helen, die sich schließlich auch auf Lillys eigenes Leben Auswirkung haben.
Zu allererst muss man beim Mondscheingarten wohl das Layout hervorheben. Das Buchcover ist total hübsch gestaltet und ich mag die Kombination aus blau und rosa wirklich sehr. Außerdem sind auch auf den Schnitten noch die wunderschönen Blütenblätter abgebildet. Der Inhalt hat mich allerdings nicht ganz so überzeugt. Es ist eine nette Story, ein schöner Sommerschmöker zum Lesen am Strand und um die Seele baumeln zu lassen. Ein bisschen Familiengeschichte, ein bisschen Spannung und natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Aber die wirklich riesigen Zufälle, auf denen die ganze Handlung baut, machen die Geschichte einfach zu unrealistisch um wirklich glaubhaft zu sein. Außerdem ging mir die andauernde Unsicherheit und Zaghaftigkeit von Lilly teilweise etwas auf die Nerven. Es wäre schön gewesen, wenn sie im Laufe der Handlung etwas mehr Mut und Motivation abbekommen hätte. Alles in allem bietet der Mondscheingarten kurzweiligen Lesespaß mit nicht allzu viel Tiefgang.
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4 Antworten

  1. Hey Olivia,

    ja, die Idee fand ich auch toll. Deshalb hatte ich mir das Buch ja auch gekauft… aber irgendwie fehlte leider der Tiefgang. Lilly trifft immer gaaaanz zufällig Menschen oder Dinge, die sie bei der Suche nach der Lösung weiterhelfen. Das macht die Geschichte nicht nur unglaubwürdig sondern leider es geht leider auch die Spannung flöten…

    LG Cat

  2. Hi,
    also der Einband des Buches sieht wirklich toll aus – schade, dass Dir die Geschichte nicht so gut gefiel – eigentlich klingt sie von der Idee her, doch wirklich gut ?
    Viele Grüße,
    Olivia

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