Sarah Lark: Das Lied der Maori

Seit einer Weile steht der zweite Band der Neuseeland-Sage in meinem Regal und in einer ruhigen Urlaubswoche auf Mallorca konnte ich die Lektüre nun auch genießen. Wie schon beim ersten Band „Im Land der weißen Wolke“ zog mich die Geschichte voll in ihren Bann.

 In „Das Lied der Maori“ ist die nächste Generation, die Kinder von Ruben und Fleurette sowie Paul und Marama, zu jungen Erwachsenen herangwachsen. Wenn ihr den ersten Band nicht kennt, ist das nicht schlimm, die Geschichten und Figuren sind in sich abgeschlossen und daher können die Bücher auch einzeln gelesen werden. Im Mittelpunkt stehen diesmal die junge, rothaarige Elainie, genannt Lainie, und ihre eingebildetet Cousine Kura-maro-tini, die eine Halb-Maori (Neuseelands Ureinwohner) ist. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein: Lainie ist ein kindlicher, offenherziger Wildfang von 16 Jahren. Sie mag die Natur, reitet gern und ihre Hütehündin weichte ihr nicht von der Seite. Auf eine Schaffarm würde sie gut passen im Gegensatz zu Kura, die die Erbin der riesigen Schaffarm der gemeinsamen Großmutter Gwyneira ist. Kura ist eine exotische Schönheit und ein Schöngeist. Sie hält sich nur im Haus auf und hat nichts anderes als Operngesang im Kopf. Ihr Ziel ist es, zur Gesangsausbildung nach England zu gehen. Für Schafzucht interessiert sie sich gleich null.

Um die Geschichte so richtig anzustacheln kommt ein Mann ins Spiel. William Martyn wurde aus Irland weggeschickt und muss sich nun ein neues Leben in Neuseeland aufbauen. Da er als Goldgräber total versagt, kommt ihm da die hübsche, junge Kaufmannstochter Elaine sehr entgegen. Er macht ihr den Hof und bekommt so eine Anstellung im gut laufenden Geschäft ihres Vaters. Wenn er sie heiraten würde, hätte er eine ganz achtbare Zukunft. Doch dann kommt Cousine Kura zu Besuch und er ist hin und weg von ihrer Schönheit. Als auch Kura seinem Charme erliegt und er ihr folgt, wird Elaine das Herz gebrochen. Der hübsche Wildfang wird zu grauen Maus. Einige Zeit später jedoch hat Thomas Sideblossom erfolgreich um sie geworben und sie willigt ein, ihn zu heiraten.

Mit diesen schicksalhaften Entscheidungen startet der Roman erst richtig durch. Weder Lainie noch Kura sind in ihren Ehen glücklich. Auf der Flucht kreuzen sich plötzlich ihre Wege und die lange Feindseligkeit verwandelt sich aus der Not langsam in eine zarte Freundschaft um.

Wie die Lebenswege von Elaine und Kura weiter verlaufen, will ich euch nicht verraten. Aber es wird spannend und natürlich sehr emotional. Genau der richtige Schmöker für graue Herbsttage. Ich freue mich jedenfalls riesig, dass mir Band 3 diesen Winter noch innerliche Sonnenstunden bescheren wird 🙂

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