Lesetipp des Monats: Frühstück bei Tiffany

Frühstück bei Tiffany

Frühstück bei Tiffany = Audrey Hepburn

Eckdaten zum Autor:

Truman Capote wurde 1924 in New Orleas geboren und wuchs nach der Scheidung seiner Eltern bei Verwandten in den Südstaaten auf. Eine enge Freundin aus diesen traurigen Kindertagen ist die ebenfalls erfolgreiche und weltbekannte Autorin Harper Lee. Mit 15 Jahren ging er von der Schule ab. Mit seiner Mutter und deren neuem Mann zog er dann nach New York und begann für den New Yorker zu arbeiten. Richtig bekannt als talentierter Nachwuchsautor wurde er gegen 1948. Es folgten seine erfolgreichsten Jahre, die er in den höchsten New Yorker High-Society-Kreisen verbrachte. Er wird beschrieben als eine der schillerndsten Figuren der modernen US-Literatur, als Klatschonkel und Selbstdarsteller. Leider war er dann mit 45 Jahren kreativ erschöpft und wurde Drogensüchtig. Bis zu seinem Tod im August 1984 spürte er noch die Nachwehen davon.

Capote gilt als Begründer des „Tatsachenromans“: In dem Werk „Kaltblütig“ berichtet er über die wahren Ereignisse eines Raubmordes in den Südstaaten. Bei der Recherche zu diesem Roman half Harper Lee tatkräftig mit. Der Film „Capote“ aus dem Jahr 2005 handelt von diesen Recherchearbeiten. In dem Film selbst wird Capote ziemlich gut von Philip Seymour Hoffman gespielt. Also habt ihr hier gleich noch einen Filmtipp dabei 😉

Wichtigste und bekannteste Werke:

  • Andere Stimmen, andere Räume (Other Voices, Other Rooms) 1952
  • Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany’s), 1958
  • Kaltblütig (In Cold Blood), 1966

Inhalt:

Wer Frühstück bei Tiffay liest hat selbstverständlich sofort die grazile Erscheinung von Audrey Hepburn vor dem inneren Auge. Ich kenne keinen Schauspielerin, die je eine Romanfigur so gut verkörpert hat wie in diesem Fall. Der Kurzroman dreht sich um die anfangs geheimnisvolle, gerade mal 19-jährige Holly Golightly, die stets glamourös unterwegs ist und kaum mehr zu tun scheint, als eine Party nach der anderen zu feiern. Sie ist ein echtes New Yorker It-Girl, würde man heute sagen. Sie lebt vom Geld ihrer zahlreichen, gut betuchten Verehrer. Und sie wird dafür bezahlt, einmal pro Woche den Mafia-Boss Sally Tomato im Gefängnis zu besuchen. Eine Tatsache, die sie als harmlos abtut. Aber später wird sie dafür verhaftet, weil sie unter Verdacht steht, Nachrichten vermittelt zu haben. Dadurch gerät sie in die Klatschpresse und ihre Verlobung mit einem reichen, brasilianischen Politiker platzt.

Der Ich-Erzähler, Hollys Nachbar, ist fasziniert von ihr und versucht ihr näher zu kommen. Als wahrer Freund, im Gegensatz zu den zahllosen oberflächlichen Verehrern, gelingt ihm das auch. So erfährt er, dass Holly in Wahrheit ein armes Mäuschen aus den Südstaaten ist, das keine Familie hatte und deswegen bereits mit 14 Jahren geheiratet hat. So oberflächlich wie Holly also anfangs scheint, ist sie nicht. Sie ist eine starke Frau, die früh gelernt hat sich durchzuschlagen – und die nie aufgibt.

Unsere Meinung:

Frühstück bei Tiffany ist ein echter Klassiker und gerade weil es ein Kurzroman ist, ist es ein Lesemuss! Ich habe es wirklich gern gelesen und habe mir vorgenommen, jetzt auch mal die anderen Werke von Truman Capote näher unter die Lupe zu nehmen. Hat da jemand Tipps für mich?

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