Lesetipp des Monats: Das Havanna-Quartett

Hallo ihr Lieben,
auf den Lesetipp für Februar bin ich recht zufällig gestoßen, als ich diesen Post bei „We read Indie“ gelesen habe. Daraufhin habe ich dann den kubanischen Autor Leonardo Pedura etwas genauer unter die Lupe genommen und beschlossen, dass man ihn kennen sollte – und er definitiv hier mal vorgestellt werden muss 🙂

Eckdaten zum Autor:
Leonardo Padura Fuentes wurde 1955 in Havanna geboren. Er ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Gegenwartsautoren Kubas. Nach dem Literaturwissenschaftlichen Studium begann er als Journalist zu arbeiten, fing aber auch recht bald an erste Essays und Erzählungen zu schreiben. International bekannt wurde er dann durch seinen Kriminalromanzyklus Das Havanna-Quartett, das ein Spiegelbild der kubanischen Gesellschaft ist.
Wichtigste / Bekannteste Werke:
Das Havanna-Quartett:
  • Ein perfektes Leben, 1991
  • Handel der Gefühle, 1994
  • Labyrinth der Masken, 1997
  • Das Meer der Illusionen, 1998
Inhalt:
Havanna im Jahr 1989:
Die Hauptfigur ist Teniente Mario Conde. Im ersten Band Ein perfektes Leben erhält er den Auftrag, nach einer verschwundenen Person zu suchen, die ein hohes Tier aus der kubanischen Nomenklatura ist. Mario Conde findet heraus, dass es sich dabei um Rafael Morín, seinem alten Schulfreund handelt. Erinnerungen kommen hoch: Rafael Morín war schon immer perfekt gewesen und hatte immer bekommen, was er wollte, auch Mario Condes Freundin Tamara. Mario Conde nimmt das Leben seines alten Schulkumpanen genauer unter die Lupe und muss sich damit auch seiner verlorenen Liebe stellen.Die Bände sind gleichzeitig auch den vier Jahreszeiten zugeordnet. Nachdem Band 1 sich vor einer Winterkulisse abgespielt hat, kehrt nun in Handel der Gefühle der Frühling ein. Mit ihm tritt die schöne Karina in Mario Condes Leben ein. Er verliebt sich in sie. Aber dann kommt ihm ein heikler Fall in die Quere. Eine junge Chemielehrerin seiner ehemaligen Schule wird in ihrer Wohnung ermodert aufgefunden. Conde findet Spuren von Marihuana. Drogenhandel, Betrug und Vetternwirtschaft machen sich auch im Bildungswesen breit.

In Labyrinth der Masken wird im Hochsommer die Leiche eines Transvestiten gefunden, der der Sohn eines Diplomaten ist. Mario Conde ermittelt und stößt dabei auf einen homosexuellen, exzentrischenl egendären Theaterregisseur. Er zeigt Conde eine unbekannte Welt und sorgt für große Verwirrungen.

In Havanna ist es Herbst geworden. In Das Meer der Illusionen wird am Strand die Leiche eines ehemaligen Funktionärs entdeckt, der nach elf Jahren aus den USA zurückgekehrt ist. Offensichtlich hatte er in Kube immer noch viele Feinde. Mario Conde taucht in die Geschichte abgehalfterer Funktionäre und deren Familien ein.

Die vier Bände des Havanna-Quartetts sind in sich abgeschlosen. Aber erst zusammen ergeben sie ein breit angelegtes Panorama von Kuba im Jahr 1989.

Unsere Meinung:
Die Romane sind mehr als nur eine spannende Krimilektüre. Nicht der Mordfall an sich schein im Mittelpunkt zu stehen, sondern die Menschen und Motive, die sich dahinter verbergen. So lernt man ein ganzes Land und seine vielschichte Gesellschaft kennen! Jedes Werk hat ein bestimmtes soziales Umfeld und deren Themen im Mittelpunkt und dadurch ergibt sich auch erst ein großes Ganzes, wenn man tatsächlich alle vier Bände liest. Ich fände es wirklich spannend, etwas über Kuba zu lernen und habe daher große Lust, die Tetralogie zu lesen.

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