Teil 2: „Nachtzug nach Lissabon“ – der Film

Wie in Teil 1 über den Roman schon angekündigt, folgt jetzt noch ein Post zum aktuellen Kinofilm.

Ich habe im Vorfeld keine Rezensionen des Filmes geschaut. Ich habe nur von einigen Bekannten gehört, dass sie den Film entweder sehr mochten oder absolut gar nicht mochten, bzw. sehen wollten. Ich wollte mir am liebsten immer ein eigenes Bild machen. Aber es ist, wie es leider oft mit literarischen Verfilmungen ist: Es wird viel zu viel gekürzt und stark verändert. Der Film ist wirklich schön, aber mit dem Buch kann man ihn leider nicht vergleichen. Denn als erstes ist mir aufgefallen, wieviele Figuren aus dem Roman im Film fehlen. Das ist schade, denn es sind tolle Figuren. Gregorius persönliche Lebensgeschichte wird leider viel zu sehr an den Rand gedrängt. Seine Bezugspersonen, Doxiades in Bern und Silveira in Lissabon, fehlen. Das fand ich sehr schade. Denn dadurch bekommt auch der Film ein ganz anderes, weniger aussagekräftiges Ende.

Noch weniger konnte ich verstehen, warum die unbekannte Frau, die Buch nur auf den ersten Seiten auftaucht, im Film später plötzlich vorkommt und eine Identität bekommt. Das war im Buch überhaupt nicht dabei, hier wurde eindeutig ein neuer Part dazugeschrieben. Finde ich nicht gut, stattdessen hätte man lieber andere Nebenstränge aus dem Buch übernehmen könne, wie z.B. Gregorius ominösen Schwindel, der auf eine schlimme Krankheit deuten könnte. Das wird gänzlich ausgelassen.

Mein Fazit: Der Film ist schön, aber reicht nicht an das Buch heran.
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