Ein Urlaubstag auf der Frankfurter Buchmesse

Als ich heute gelesen haben, dass Blogger Urlaub auf der Frankfurter Buchmesse machen, dachte ich mir: ja, stimmt! Man taucht für wenige Stunden in eine völlig andere Welt ein. Einer Welt aus Bücher – also dem Paradies für uns Bücherwürmer 🙂 Von diesem Tag möchte ich euch nun noch erzählen.

Im Bücherparadies

Am Vormittag bin ich die Stände der großen Verlage abgelaufen. Dabei war mir Charlotte Roche eindeutig zu präsent! Zuerst hörte ich sie im Interview am Stand der Zeit, kurz darauf bei der FAZ. Charlotte Roches Buch ist soetwas mit dem ich mich absolut nicht befassen muss. Da nutze ich meine Zeit lieber für etwas anderes. Zum Beispiel für den neuen Roman von Rafik Schami, den ich auf der Messe direkt als erstes in die Hand nehmen und begutachten musste 🙂 Nun lasse ich erstmal die Bilder für sich sprechen:
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Schon das Cover von „Sophia“ finde ich wundeschön.
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„Fieber am Morgen“ hatte ich ja eben erst als eBook gelesen und nun zum ersten Mal physisch bestaunt. Das Buch ist sehr edel gemacht.
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Auch „Das gläserne Meer“ steht bei mir schon gelesen im Regal und kann ich allen empfehlen, die gerne dickere und tiegründigere Bücher lesen.
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Hans Fallada kenne ich bisher noch nicht. Aber diese Graphic Novel seines Werkes „Der Trinker“ aus dem Metrolit Verlag fande ich optmisch schon ein Hingucker.
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Sofort angezogen haben mich diese wunderschönen Sammelbände aus dem Anaconda-Verlag. Da würde ich mir gerne einige davon ins Regal stellen.

 

Nachdem ich also erstmal gemütlich zwischen den Ständen umhergestreift bin, hat es mich 20151016_132010 dann gegen 13.00 Uhr Richtung ARD-Forum gezogen, da ich unbedingt Denis Schecks Auftritt sehen wollte. Er hat dann auch in 20-25 Minuten in seiner herrlich ironisch-direkten-derben Art einige wichtige Bücher der letzten Jahr kurz rezensiert. Ein Auftritt der viel Applaus geerntet hat. Die Videos seiner Sendung Druckfrisch schaue ich immer sehr gerne an.

Meine erste Bekanntschaft mit anderen Literaturbloggern

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Simone Dalbert
Am Nachmittag bin ich dann voller Freude zum Orbanismspace gegangen, denn dort sollten zwei Bloggertreffen stattfinden. Das erste hat Simone Dalbert von Papiergeflüster organisiert und eine riesige Menschentraube angelockt. Wahnsinn wieviele Literaturblogger es gibt. Einige Gesicher kamen mir von Social-Media-Profilen bekannt vor und so bin ich dann zu denen hin und habe einige davon endlich mal live und in Farbe gesehen. Mit anderen kam ich dann einfach so ins Gespräch und habe mich gefreut, auf diese Art auch mal wieder ganz neue Blogs kennenzulernen. So zum Beispiel Charlotte.
20151016_151502(1)Im Anschluss setzen sich dann die für Blogger zuständigen Mitarbeiter der Verlage Hanser, Suhrkamp und S.Fischer auf die kleine „Bühne“. Dazu hatten sie die drei Autoren Clemens J. Setz, Juan S. Guse und Jackie Thomae mitgebracht. Diese Runde diskutierte dann vor den übrig gebliebenen Bloggern über ihr Verhältnis zu Literaturblogs. Leider war die Technik nicht besonders gut, weswegen viele Aussagen einfach nicht verständlich zu hören waren. Ich konnte jedoch trotzdem die eine oder andere Aussage mitnehmen und habe mich am meisten über Juan S. Guses Kommentar gefreut. Er findet, dass Blogger ihre Freiheit nutzen sollten, um nicht immer die aktuellsten Neuerscheinungen zu besprechen, die auch im Feuilleton auftauchen, sonderen lieber mal nach alten, vergessenen Schätzen tauchen sollten. Das werde ich mir wieder mehr zu Herzen nehmen. Über die weiteren Aussagen hat Sophie Weigand auf ihrem Blog heute schon einen passenden Artikel geschrieben. Den kann ich an dieser Stelle gerne weiterempfehlen.

Soweit die Füße tragen

Als Füße und Rücken eindeutig genug hatten, habe ich mich mit meinen vielen Goodiebags auf den Nachhauseweg gemacht. Übrig geblieben ist bei mir ein riesen Stapel Lesematerial, der Eindruck, dass ich öfter auf Bloggertreffen gehen sollte und die wahnsinnig große Lust endlich den neuen Franzen-Roman zu lesen, den ich schon seit meinem Geburtstag Anfang September zu Hause stehen habe.
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Ich kann ja auch immer nichst liegenlassen und bin extrem sammelwütig auf Messen 🙂
Jonathan Franzen Unschuld
Unschuld“ von Jonathan Franzen wartet jetzt auf meinem Nachttisch.
Also dann bis zur Buchmesse 2016!
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6 Antworten

  1. Nein, es muss natürlich kein Entweder-Oder sein und ich bin nach 80 Seiten Franzen auch schon total begeistert von dem Buch!! Der Wahnsinn! 🙂 Was hat denn der Scheck am Sonntag noch gemacht? Und naja, durch die Gänge gewandelt bin ich auch nur den halben Tag, genießerisch kann man das aber nicht unbedingt nennen. Ich finde ja bei dem ganzen Messetrubel kann man sowieso kein Buch in Ruhe mal etwas länger anschauen. LG

  2. Ich konnte leider erst Sonntag zur Messe. Fand den Scheck dort am besten. Danke für den Bericht, hätte mir wie du gerne mehr Zeit genommen, um genießerisch durch die Gänge zu wandeln. Vielleicht im nächsten Jahr. Der Franzen lohnt sich übrigens sehr. Bin gespannt, wie du den findest. Viel Spaß beim Lesen. Habe den Franzen auf meinem bescheidenen Blog ebenfalls besprochen, obwohl ich doch lieber zu den verschollenen Schätzen abtauche. Aber es muss ja nicht immer ein Entweder-Oder sein, oder?

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